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Siegelklarheit

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Die Bewertung

Welche Siegel werden auf Siegelklarheit.de untersucht?

Die von uns untersuchten Siegel kennzeichnen Produkte, die möglichst
umweltfreundlich und
sozialverträglich hergestellt wurden
oder von Verbraucherinnen und Verbrauchern als solche wahrgenommen werden.
Anforderungen an die Qualität berücksichtigt unsere Methodik nur, wenn sie sich auf
die Gebrauchstauglichkeit und
Haltbarkeit eines Produkts beziehen und
negative Umweltauswirkungen durch eine lange Nutzungsphase verringern.

In den Produktgruppen

  • Textil Textil
  • Papier Papier
  • Holz Holz

ist zwischen Siegeln zu unterscheiden,

a) die den Herstellungsprozess berücksichtigen, und solchen,
b) die nur den Anbau der Rohstoffe abdecken.

Die Anforderungen für diese beiden Gruppen sind unterschiedlich. Sie können deshalb nur Siegel vergleichen, die aus der gleichen Produktgruppe stammen.
Einige Siegel zeichnen ausschließlich Produkte von Kleinbauern aus. Für sie haben wir die Zahl der Sozialanforderungen reduziert. Denn die Möglichkeiten, den Vorgaben zu entsprechen, sind für Kleinbauern nicht mit denen von Großbetrieben und Plantagen vergleichbar. Diesen Umstand berücksichtigen wir.

Siegelklarheit analysiert gezielt nicht:
reine Qualitätssiegel
Zertifikate, die sich auf das Managementsystem des Herstellers beziehen

Ausführliche Informationen zu Siegeln, die nicht von uns bewertet werden, finden Sie auf anderen Portalen wie beispielsweise:

Offen für Anregungen:
Möchten Sie ein weiteres Siegel vorschlagen? Dann freuen wir uns über Ihre Nachricht an: kontakt@siegelklarheit.de

Wie werden die Siegel untersucht?

Jedes Umwelt- und Sozialsiegel hat spezifische Ansprüche, die mit einem eigenen Ansatz verfolgt werden.
Die Bewertungsmethode von Siegelklarheit.de ist so gestaltet, dass die unterschiedlichen Systeme miteinander verglichen werden können.

Unsere Analyse erfolgt in zwei Stufen:

  1. Erfüllt ein Siegel die Mindestanforderungen der Bundesregierung? Diese stellen sicher, dass
    1. die Siegel die wichtigsten sozialen und ökologischen Herausforderungen in ihrer Produktgruppe adressieren und
    2. sie durch ein glaubwürdiges Umsetzungssystem abgesichert sind.
  2. Erfüllt ein Siegel unsere Mindestanforderungen in den Bereichen Glaubwürdigkeit sowie Umweltfreundlichkeit und/oder Sozialverträglichkeit, wird untersucht, welchen unserer rund 200 zusätzlichen Anforderungen es genügt.

In den Bereichen Umweltfreundlichkeit und Sozialverträglichkeit wird zudem geprüft, wie verbindlich und anspruchsvoll die Anforderungen sind, die der Siegelgeber an den Siegelnehmer stellt.

Im Bereich Glaubwürdigkeit untersuchen wir, auf welche Weise der Siegelgeber sicherstellt, dass seine Anforderungen von den Siegelnehmern eingehalten werden und wie transparent das Umsetzungssystem ist.

Bewertungsschlüssel

Wer untersucht und bewertet die Siegel?

  • Unabhängige Gutachterinnen und Gutachter
  • staatliche Stellen

sind an der Analyse und Bewertung der Siegel beteiligt.

Unabhängige Gutachter erheben und interpretieren die Daten zu den Siegeln. Sie verfügen über weitreichende Erfahrungen in der Entwicklung, Umsetzung und Überprüfung von Siegeln.

Ein Bewertungsgremium überprüft die Plausibilität der erhobenen Daten und die resultierenden IT-basierten Bewertungsergebnisse. Das Gremium ist mit Vertretern des Umweltbundesamts (UBA) und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) besetzt.

Der Steuerungskreis entscheidet, ob die Ergebnisse der Bewertung veröffentlicht werden. Dem Gremium gehören Vertreter der Bundesministerien für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) sowie Arbeit und Soziales (BMAS) an.

Das Projektsekretariat ist zuständig für alle Projektaktivitäten und setzt die Entscheidungen des Steuerungskreises um. Es wird von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gestellt.

Bewertungsablauf

Was sind Mindestanforderungen?

Die Mindestanforderungen stellen sicher, dass

  1. die Siegel wichtigsten sozialen und ökologischen Herausforderungen in ihrer Produktgruppe adressieren und
  2. sie durch ein glaubwürdiges Umsetzungsystem abgesichert sind.
  3. Für jeden Bereich und für jede Produktgruppe gibt es eigene. Siegel, die Sie auf Siegelklarheit.de finden, sind gekennzeichnet, ob sie die Mindestanforderungen erfüllen (✓) oder nicht (✕).

Wer definiert die Mindestanforderungen?

Die Mindestanforderungen werden aus dem Gesamtanforderungskatalog ausgewählt. Sie legen fest, was ein Standard erfüllen muss, um von der Bundesregierung als empfehlenswert eingestuft zu werden.

Den Gesamtanforderungskatalog hat eine Projektgruppe zusammengestellt. Beteiligt waren daran Fachexpertinnen und -experten aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft. 2013 und 2014 berieten knapp 150 Experten über die Grundstruktur. Basis sind internationale Normen, wissenschaftliche Erkenntinisse sowie Vorgaben von Siegelverbänden wie der ISEAL Alliance oder dem Global Ecolabelling Network.

Die Anforderungskataloge für die Produktgruppen werden mit Expertengruppen aus dem jeweiligen Sektor erarbeitet und vor Verabschiedung öffentlich öffentlich konsultiert. Sie sprechen auch eine Empfehlung aus, welche der Anforderungen als Mindestanforderungen definiert werden sollen. Die beteiligten Bundesministerien treffen hierzu die finale Entscheidung.

Im Bereich Glaubwürdigkeit basieren auf Prinzipien der ISEAL Alliance. Ähnliche Anforderungen haben auch das Umweltbundesamt oder die Verbraucherkommission Baden-Württemberg definiert.

Die Mindestanforderungen im Bereich Sozialverträglichkeit orientieren sich u. a. am Menschenrechtsabkommen und den Arbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).
Im Dokument „Liste aller Mindestanforderungen“ finden Sie alle unsere Mindestanforderungen auf einen Blick.

Unsere Mindestanforderungen

Was prüfen wir in der umfassenden Bewertung?

Erster Schritt: Ein Siegel erfüllt die Mindestanforderungen in den Bereichen Umwelt und/oder Soziales sowie Glaubwürdigkeit.

Zweiter Schritt: Inwieweit deckt es unsere Gesamtanforderungen ab?
Für jeden Bereich und für jede Produktgruppe gibt es eigene Anforderungen. Insgesamt sind es rund 200 Stück.

Am Ende einer Siegelanalyse steht die umfassende Bewertung. Sie zeigt die Ergebnisse nach Auswertung des zusätzlichen Anforderungskatalogs. Oberthemen fassen die einzelnen Anforderungen zusammen.
Ein Beispiel:

  • Bereich Umwelt
  • Oberthema „Wasser“
  • Hier finden sich Anforderungen zur Wassernutzung, zu den Auswirkungen auf Wasserbestände und zum Abwasser.

Je anspruchsvoller und verbindlicher die Anforderungen eines Siegels sind, desto mehr Punkte erhält das Siegel in seiner Bewertung.

Ein Siegel könnte bei einigen Themen viele und bei anderen wenige Punkte erreichen.
Dennoch kann es empfehlenswert sein (sehr gute oder gute Wahl!), z. B. weil es sich einen thematischen Schwerpunkt gesetzt hat.

Wie sich Punktzahlen berechnen und in die Gesamtbewertung einfließen, entnehmen Sie dem PDF „Siegelklarheit.de – Die Bewertungsmethodik auf einen Blick“.

Siegelklarheit.de – Die Bewertungsmethodik auf einen Blick

Welche Anforderungen werden an ein Siegel gestellt?

Ein Umwelt- und Sozialsiegel sollte den ökologischen und sozialen Herausforderungen begegnen, die bei der Herstellung von Produkten einer bestimmten Gruppe wesentlich sind.

Glaubwürdig oder nicht? Jedes Siegel muss über ein System verfügen, das überprüft, ob Anforderungen geeignet sind und eingehalten werden.
Unsere Anforderungen an die Siegel gliedern sich in drei Bereiche.

  • Umweltfreundlichkeit
  • Sozialverträglichkeit
  • Glaubwürdigkeit

Im Bereich Umweltfreundlichkeit analysieren wir Siegel in bis zu neun Teilbereichen:

  • Wasser: Wird Wasser sorgsam genutzt und Wasserverschmutzung, beispielsweise durch Abwässer, vermieden?

  • Boden: Wird die Bodenqualität, insbesondere die Bodenfruchtbarkeit, erhalten? Gibt es Maßnahmen zum Schutz des Bodens, wie zum Beispiel die Einhaltung einer Fruchtfolge?

  • Energie und Klima: Welche Maßnahmen gibt es, um den Energiebedarf zu reduzieren und Treibhausgase zu vermeiden? Welche Maßnahmen werden unternommen, um sich an den Klimawandel anzupassen?

  • Chemikalien: Welche Chemikalien dürfen verwendet werden? Gibt es Vorschriften, wie mit gefährlichen Stoffen umgegangen werden muss? Gibt es Vorgaben, wann und in welchem Maße gefährliche Stoffe eingesetzt werden dürfen?

  • Abfall und Luftverschmutzung: Werden Abfälle und schädliche Emissionen vermieden, Rohstoffe wiederverwendet und insbesondere giftige Abfälle angemessen entsorgt?

  • Biodiversität und Ökosysteme: Welche Vorkehrungen werden getroffen, um wichtige Ökosysteme zu schützen, die Lebensraumvielfalt zu fördern und die Artenvielfalt zu erhalten?

  • Umweltmanagement: Gibt es ein betriebliches Umweltmanagementsystem oder Prüfungen zur Umweltverträglichkeit?

  • Materialeinsatz: Gibt es Vorgaben zur umweltverträglichen Herstellung von Rohstoffen oder von anderen Materialien, die für die Herstellung der Produkte verwendet werden, wie beispielsweise von Fasern in der Textilproduktion?

  • Qualität: Wie wird die Gebrauchstauglichkeit und Haltbarkeit der Produkte gewährleistet, um eine lange Nutzungsphase zu gewährleisten und negative Umweltauswirkungen zu verringern?

Im Bereich Sozialverträglichkeit untersuchen wir die Siegel in drei Themenbereichen:

  • Menschenrechte und gesellschaftliche Verantwortung: Werden mögliche negative Auswirkungen der Produktion auf die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen überprüft und Gegenmaßnahmen getroffen? Inwiefern sorgen die Hersteller dafür, dass die Grundrechte der Menschen vor Ort gewahrt werden?

  • Arbeiterrechte: Werden grundlegende Arbeitsnormen und Arbeitsschutzmaßnahmen eingehalten?

  • Ethisches Wirtschaften: Wie ist es um Lieferbeziehungen, Produktivität oder Anti-Korruptionsmaßnahmen bestellt?

Die Glaubwürdigkeit eines Siegels beurteilen wir anhand der folgenden Themenbereiche:

  • Systemmanagement: Wie ist die standardsetzende Organisation strukturiert? Wie transparent sind ihre Strukturen und wie setzen sich die Entscheidungsgremien zusammen?

  • Kontrollsystem: Werden die Anforderungen von einer unabhängigen qualifizierten Stelle überprüft? Werden Missstände sanktioniert?

  • Standardsetzung: Wer ist an der Formulierung der Anforderungen beteiligt? Werden die Einwände von Interessengruppen berücksichtigt? Wie oft wird der Anforderungskatalog überarbeitet?

  • Produktkennzeichnung und Rückverfolgung: Was behauptet ein Siegel und wer darf sich damit schmücken? Können zertifizierte Rohstoffe auch über die Produktionsphasen rückverfolgt werden?

Eine Liste mit allen Anforderungen in den Bereichen Glaubwürdigkeit, Umweltfreundlichkeit und Sozialverträglichkeit finden Sie in dem Dokument „Alle Anforderungen“.

Alle Anforderungen

Welche Besonderheiten können nicht bewertet werden?

Hinter den Siegeln auf Siegelklarheit.de stehen unterschiedliche Ansätze und komplexe Vergabe- und Kontrollsysteme. Das Portal vermag nicht jede Besonderheit eines Siegels darzustellen, die in die Bewertung einfließt. Aber: Die Kurzbeschreibung des jeweiligen Siegels weist auf die wesentlichen Eigenheiten hin.

Einige Aspekte kann die Bewertung nicht berücksichtigen. Ob beispielsweise Vorgaben zur Wassereinsparung besonders wichtig sind oder nicht, hängt von der Region ab, in der die Produktion stattfindet. Wie sich eine Zertifizierung auf die Situation einer einzelnen Anbau- oder Produktionsstätte auswirkt, geht erst aus einer individuellen Betrachtung hervor.

FAQ - Häufig gefragt, gut zu wissen.

Wer sich mit Siegeln befasst, stößt immer wieder auf bestimmte Fragestellungen. Unsere FAQ geben Aufschluss.

Welche Produkte tragen Siegel?

Bereits eine Vielzahl Produkte trägt Umwelt- und Sozialsiegel:
Textilien
landwirtschaftliche Erzeugnisse
Fisch
Holz- und Papierprodukte
elektronische Geräte
Kosmetika
Waschmittel

Ein Teil dieser Siegel bezieht sich ausschließlich auf die Produktion von (agrarischen) Rohstoffen. Produkte können also ein Siegel tragen, obwohl nur wenige Inhaltsstoffe oder einzelne Produktionsphasen zertifiziert sind. Glaubwürdige Siegel vermitteln klar und verständlich, wofür sie stehen.

Warum nachhaltig Einkaufen? Etwas bewegen...

Jeder von uns ist Konsument. Jede unserer Kaufentscheidungen bestimmt auch den Markterfolg von Produkten. Wenn wir erkennen können, dass Produkte umweltfreundlich und sozialverträglich hergestellt wurden, dann können wir sehr bewusst entscheiden. Das bewegt etwas.

Beim Kauf von
Lebensmitteln
Kleidung
Möbeln
IT-Produkten

können wir einen aktiven Beitrag leisten.

Nachhaltiger Einkauf
schont globale Ressourcen
fördert die internationale Umsetzung von grundlegenden Arbeits- und Sozialstandards

Unser Ziel muss sein: Mit nachhaltigem Einkauf ermöglichen wir heutigen und künftigen Generationen weltweit ein Leben in Sicherheit und Würde.
Umwelt- und Sozialsiegel helfen uns dabei. Sie vereinfachen uns die Entscheidung: für Produkte aus nachweislich verantwortungsvoller Produktion.

Mehr zu diesem Thema finden Sie im Nachhaltigen Warenkorb.

Welche Unterschiede bestehen zwischen Siegeln?

Umwelt- und Sozialsiegel können sich stark voneinander unterscheiden:
in ihrem inhaltlichen Anspruch
in ihrer Glaubwürdikeit

Manche Siegel widmen sich gezielt den Problemen einer bestimmten Branche. Hier definieren sie hohe, aber sehr spezifische Anforderungen.

Andere Siegel stellen geringere Ansprüche. Damit ermöglichen sie es einer Vielzahl von kleinen Produzenten, die Auflagen zu erfüllen. Auch diese Siegel leisten einen wichtigen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit.

Besonders anspruchsvolle Siegel decken weite Teile des Produktlebenswegs ab. Sie stellen sich den wichtigsten sozialen und ökologischen Herausforderungen.

Der Anspruch eines Siegels sollte immer sein: Stelle höhere Anforderungen an Umweltfreundlichkeit und Sozialverträglichkeit als es in der konventionellen Produktion üblich ist!

Wie unterscheiden sich die Umsetzungssysteme der Siegel?

  • Manche Siegel stammen von Organisationen, die
    1. die Anforderungen formuliert haben und
    2. auch deren Einhaltung kontrollieren.
  • Andere Organisationen kooperieren mit anerkannten unabhängigen Kontrollstellen.
  • Die inhaltlichen Ansprüche sind nur dann aussagekräftig, wenn das Siegel über ein System verfügt, das die Eignung und Einhaltung der eigenen Anforderungen glaubwürdig überprüft.

Kann ich ein Siegel vorschlagen?

Möchten Sie ein weiteres Siegel vorschlagen? Das geht.
Wir freuen uns über Ihre Nachricht an: kontakt@siegelklarheit.de

Glossar – Begriffe rund um Siegel schnell erklärt

Wer sich mit Siegeln befasst, stößt immer wieder auf bestimmte Begrifflichkeiten und Fragestellungen. Hier im Glossar erläutern wir diese kurz und prägnant.

Umweltsiegel? Kennzeichnen Produkte …

Sie kennzeichen Produkte, die:
umweltverträglich hergestellt wurden
Verbraucherinnen und Verbraucher beim bewussten Einkauf unterstützen
verantwortungsvolles wirtschaftliches Handeln fördern

Weitere Bezeichnungen für Siegel sind Label, Gütesiegel oder Zertifikate.

Sozialsiegel? Kennzeichnen Produkte …

Sie kennzeichen Produkte, die:
sozialverträglich hergestellt wurden
Verbraucherinnen und Verbraucher beim bewussten Einkauf unterstützen
verantwortungsvolles wirtschaftliches Handeln fördern

Weitere Bezeichnungen für Siegel sind Label, Gütesiegel oder Zertifikate.

Anforderungen? Erfüllen, um Siegel zu erhalten …

Welche Vorgaben müssen erfüllt sein, damit ein Unternehmen ein Siegel für sein Produkt nutzen kann?

Die Anforderungen können sich auf diese Punkte beziehen:
Herstellungsprozess, z. B. das Verbot von Kinderarbeit
Eigenschaften, z. B. Energieverbrauch eines Elektrogerätes
Managementprozesse, z.B. betriebliches Umweltmanagement

Standardsetzende Organisation?

Sie entscheidet, ob ein Produkt ein Siegel tragen darf. Sie definiert, welche Ziele damit erreicht werden sollen. Sie legt den Standard und das Standardsystem fest.

Wer ruft standardsetzende Organisationen ins Leben?
staatliche Stellen
Nichtregierungsorganisationen
einzelne Unternehmen

Anerkannte Kontrollstellen überprüfen die Anforderungen. Sie müssen von den Unternehmen unabhängig sein, die ein Siegel für ihren Produktionsprozess beantragen.

Einige Organisationen vergeben Siegel, für die sie die Anforderungen formuliert haben und deren Einhaltung sie kontrollieren.

Manche Siegel sehen gar keine Kontrollen vor.

Standard?

Der „Standard“ ist ein Dokument. Es legt die inhaltlichen Anforderungen an das Produkt oder den Produktionsprozess fest.

Standardsystem?

Das „Standardsystem“ geht über den Standard (s.o.) hinaus. Es bezieht den Umsetzungsprozess und den Kontrollmechanismus mit ein.